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BUSINESS BAVARIA Ausgabe 11 | 2011

Top Themen dieser Ausgabe

IT-GIPFEL IN MÜNCHEN

Der Freistaat Bayern ist Gastgeber des jährlichen Spitzentreffens von Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Der 6.„Nationale IT-Gipfel“ steht unter dem Motto „vernetzt, mobil, smart“.

 

5 MINUTEN MIT ...

STEFAN ROTHBALLER  VON DER SENSACTION AG

 

TOP-THEMA: MOBILE KOMMUNIKATION

VERNETZT IN DIE ZUKUNFT

BAVARIA IN YOUR BRIEFCASE

NÜRNBERGER LEBKUCHEN: KULTGEBÄCK MIT VERGANGENHEIT

 

MESSEN & VERANSTALTUNGEN

IT-GIPFEL IN MÜNCHEN

Der Freistaat Bayern ist Gastgeber des jährlichen Spitzentreffens von Experten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Der 6.„Nationale IT-Gipfel“ steht unter dem Motto „vernetzt, mobil, smart“.

Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt an dem Kongress  im Internationalen Congress Center München am 6. Dezember teil. Schwerpunktthema ist in diesem Jahr die „Mobile Gesellschaft“. Im Mittelpunkt des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ausgerichteten Treffens stehen Innovationen und Entwicklungen im Bereich der mobilen IT-Technik.  

„Wir werden die Leistungsfähigkeit des IT-Standorts Bayern und die Bedeutung der Informationstechnik für Wirtschaft und Gesellschaft eindrucksvoll präsentieren“, verspricht Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil. Ziel der Veranstaltung, die in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal stattfindet, ist es, Deutschlands Spitzenposition als IT-Standort zu stärken und weiterzuentwickeln.

Der Freistaat Bayern spielt dabei eine bedeutende Rolle – nicht nur als Gastgeber. Bayern hat unter Vorsitz von Wirtschaftsminister Martin Zeil und Siemens-Forschungschef Reinhold Achatz eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet, die übergreifende Projekte und Anwendungen entwickelt und diese auf dem Gipfel präsentieren wird. An den Entwicklungen arbeiten Industrievertreter aus branchenrelevanten Unternehmen mit, die im Freistaat ihren Sitz haben. Dazu zählen unter anderem die großen DAX-Unternehmen Allianz, BMW, Infi neon und Siemens. Als einer der weltweit führenden IT-Standorte setzt der Freistaat auch auf die aktive Vernetzung von Wirtschaft und Forschung. In der Arbeitsgruppe wirken deshalb hochrangige Vertreter aus der bayerischen Wissenschaft und die bayerischen Exzellenz-Hochschulen –  die Ludwig-Maximilians-Universität und die Technische Universität München – sowie die Fraunhofer-Gesellschaft mit.

Das Thema des diesjährigen Gipfels repräsentiert die Stärken und Entwicklungspotenziale der bayerischen IT-Branche. Die regionale Arbeitsgruppe Bayern konzentriert sich auf die wesentlichen Elemente eines Mobilitätsszenarios: Der Schwerpunkt liegt auf der sogenannten „Seamless Mobility“ – auf der Entwicklung perfekt aufeinander abgestimmter, durchgängiger Mobilitätswege. Zusammen ebnen Vertreter bayerischer Anwenderunternehmen, IKT-Herstellern und Universitäten auf dem Gipfel völlig neue mobile Wege. Mit branchenübergreifender Kompetenz wollen die bayerischen Experten neue Nutzungsmöglichkeiten für die mobile Gesellschaft entwickeln. Von unterwegs schnell und problemlos Medien nutzen, mobil bezahlen und arbeiten – das sind nur einige Beispiele für die an-stehenden Innovationen.    

www.it-gipfel.de   
www.it-gipfelblog.hpi-web.de

5 MINUTEN MIT ... STEFAN ROTHBALLER VON DER SENSACTION AG

Das bayerische Start-up-Unternehmen SensAction wurde im Rahmen der Deutschen Gründer- und Unternehmertage in Berlin Bundessieger „GründerChampions 2011“ in der Kategorie „ökologische Verantwortung“. Wir haben mit dem Vorstandsvorsitzenden Stefan Rothballer über seine Gründeridee gesprochen.

DAS GRÜNDERTEAM VON SENSACTION HAT SICH BEREITS WÄHREND DES STUDIUMS IN BAYERN KENNENGELERNT. WIE KAM DIE IDEE, EIN UNTERNEHMEN FÜR „MIKRO-AKUSTISCHE ANWENDUNGEN“ ZU GRÜNDEN?

Meine beiden Vorstandskollegen und ich haben uns vom Gründergeist im Großraum San Francisco anstecken lassen. Im Anschluss nahmen wir an einer internationalen Wissenschaftskonferenz in Vancouver teil und stellten erstmals unsere Entwicklungsergebnisse aus unserem Studium an der Hochschule Coburg einem breiten Fachpublikum vor. Das Feedback war großartig, die Geschäftsidee begann sich zu entwickeln.

WAS BEDEUTET IHNEN DIE KATEGORIE „ÖKO-LOGISCHE VERANTWORTUNG“? WÄRE IHNEN DIE KATEGORIE „GESCHÄFTSIDEE UND INNO-VATION“ NICHT LIEBER GEWESEN?

Gerade die Kategorie „ökologische Verantwortung“ bedeutet uns sehr viel. Zum einen haben wir mit dem Sieg nicht gerechnet. Zum anderen trifft es den Nagel auf den Kopf. Unsere Sensoren helfen Prozesse effizienter zu gestalten, d.h. optimaler Einsatz von Rohstoffen und somit Einsparung ebendieser. Zudem hilft uns dieses Prädikat bei der weiteren Vermarktung, da das Thema GreenTechnology in aller Munde ist.

IHRE SENSOREN ARBEITEN MIT AKUSTISCHER MESSTECHNIK. WIE FUNKTIONIERT DAS?

Jede Flüssigkeit hat einen akustischen Fingerabdruck. Wenn sich die Zusammensetzung einer Flüssigkeit ändert, verändern sich auch die akustischen Eigenschaften. Diese messen wir mit unserem akustischen Wellenleiter, den wir entwickelt haben und der auch patentiert ist. Er funktioniert ähnlich wie ein optischer Wellenleiter (Glasfaserkabel).

IN WELCHEN GERÄTEN WIRD IHR LIQUID-SENS-MESSSYSTEM BEREITS EINGESETZT?

Unsere Sensoren kommen beispielsweise bei der Messung der Ölqualität in großen Maschinen zum Einsatz, bei der Überwachung von Kühl- und Schmiermitteln in Werkzeugmaschinen, bei der Herstellung und Verarbeitung von Industriereinigern etc. – immer wenn die Konzentration von Flüssigkeiten online in Echtzeit gemessen werden soll.

SIE BIETEN MEHRERE ANWENDUNGSMÖGLICHKEITEN, IN WELCHEM BEREICH ER-WARTEN SIE DAS GRÖSSTE WACHSTUM?

Die Prozessindustrie sowohl in Europa als auch in Nordamerika lässt das größte Wachstum erwarten. Aber auch im Bereich der Green-Technology, beispielsweise der Herstellung von Palmöl, erfahren wir starke Nachfrage.

IHRE WEBSITE GIBT ES AUF DEUTSCH, ENGLISCH UND SPANISCH. WARUM SPANISCH?

Wir sind auch im Bereich der Wasserüberwachung tätig. Hier erhalten wir immer wieder Anfragen aus Südamerika.

www.degut.de  

www.sensaction.de

TOP-THEMA: MOBILE KOMMUNIKATION | VERNETZT IN DIE ZUKUNFT

Der Freistaat Bayern ist einer der führenden Entwicklungsstandorte für die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) weltweit. Mit dem bayerischen IT-Cluster BICCnet werden spezialisierte Unternehmen aus dem Mittelstand mit Global Playern der Branche vernetzt.

Im Bereich der mobilen Kommunikation entstehen wegweisende Innovationen. Der bayerische IT-Cluster BICCnet verbindet Wirtschaft und Wissenschaft, Unternehmen und Hochschulen, Forscher und Kapitalgeber  und schafft damit ideale Bedingungen für Unternehmen, in der Branche ihre optimalen Kooperationspartner zu fi nden. BICCnet unterstützt bayerische IT-Unternehmen dabei, ihre Innovationen am Markt umzusetzen. Innovative Projekte fördert der Freistaat gesondert – mit Geldern des IuK-Förderprogramms.

BAYERN – TREFFPUNKT DER IT-BRANCHE
Zahlreiche Unternehmen der IT-Branche zieht es seit Jahrzehnten aus aller Welt nach Bayern. Das hat viele gute Gründe: Dass sich der Standort Bayern besonders für Unternehmen aus dem Bereich der mobilen IKT bewährt, zeigt die Liste der angesiedelten Firmen. Mit Telefónica O2 Deutschland sitzt in München einer der größten Netzbetreiber Deutschlands. Mitte 2010 nahm das Unternehmen in München sein erstes „Long Term Evolution (LTE) Testnetz“ in Deutschland in Betrieb – diese Mobilfunknetze übertragen Daten bis zu fünfmal schneller als aktuelle HDSPAStandards. Derzeit werden LTE-Netze für die ländlichen Gebiete Bayerns vorbereitet. Ein weiteres IKT-Schwergewicht sitzt mit dem Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks in der Landeshauptstadt.

Als wissenschaftlicher Partner der Wirtschaft bietet das Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen in Nürnberg ein WLAN-basiertes Lokalisierungssystem für Mobilfunkgeräte an. Besitzer von WLAN-fähigen mobilen Endge-räten können damit nicht nur ihre Position bestimmen, sondern auch nützliche ortsspezifische Informationen abfragen. Das vor elf Jahren gegründete Münchner Unternehmen MindMatics AG hat sich ebenfalls zum führenden Anbieter von mobilfunkbasierten Mikrobezahlsystemen entwickelt.

BAYERISCHE INNOVATIONSZENTREN

Die Region Erlangen - Nürnberg profiliert sich als innovatives Cluster. Einer der weltweit führenden Netzwerkausrüster, Alcatel-Lucent, hat hier sein Forschungs- und Entwicklungszentrum für mobile Kommunikation. Die Firma Nash Technologies betreibt eines der ersten und weltgrößten privaten Test-netze für UMTS/HDSPA, zudem hat in Nürnberg das europäische Netzwerk Open Source Business Foundation seinen Sitz. Das Erlanger Unternehmen sunhill technologies hat Europas am weitesten verbreitetes Mobilfunk-Parksystem entwickelt. Das System, genannt „sms&park“, wurde schon vor zehn Jahren in der kroatischen Hauptstadt Zagreb eingeführt. Inzwischen nutzen es laut Hersteller bis zu 85 Prozent aller Autofahrer in 80 europäischen Städten.

Die Messeplätze München und Nürnberg bieten Unternehmen eine geeignete Plattform für die Vermarktung ihrer Produkte. Zu internationalen Messen wie der Electronica in München, der Communication World und e-procure in Nürnberg kommen jedes Jahr IKT-Experten aus aller Welt.

Zudem fördern weitere Organisationen das Wachstum der IT-Branche in Bayern. Der IT-Cluster in Ober- und Unterfranken sowie die Kommunikations- und Informationstechnologie Initiative Schwaben e.V. vernetzen Akteure vor Ort. Ein besonders aufstrebender Standort ist derzeit die Oberpfalz: Rund 30 Prozent der Unternehmensgründungen der letzten Jahre vollzogen sich dort im IKT-Sektor. Der Trend scheint nicht zu stoppen: Der qualifizierte Nachwuchs kommt aus den Hochschulen vor Ort – und das Regensburger Gründerzentrum IT-Speicher fördert Existenzgründungen und Neuansiedlungen.

www.invest-in-bavaria.de/branchen-und-cluster/informations-und-elektrotechnik/informations-und-kommunikationstechnik/
www.bicc-net.de

www.iis.fraunhofer.de

BAVARIA IN YOUR BRIEFCASE | NÜRNBERGER LEBKUCHEN: KULTGEBÄCK MIT VERGANGENHEIT

Der Lebkuchen gehört auch sechs Jahrhunderte nach seiner Erfindung zur bayerischen Weihnachtszeit wie Schnee und Tannenbaum. Während der kalten Wintertage hat die Produktion der süßen Leckerei bei den fränkischen Herstellern Hochkonjunktur.

Hinter den Klostermauern Mittelfrankens begann der Siegeszug der würzigen Backware Ende des 14. Jahrhunderts. Fränkische Nonnen und Mönche setzten das im belgischen Dinant erfundene Naschwerk auf ihren Speiseplan und produzierten es in abgewandelter Form als nahrhafte Wegzehrung für Wallfahrten. Die würzige Süßigkeit kam gut an. So dauerte es nicht lange, bis sich Bäcker außerhalb der Klostermauern auf die Herstellung des Oblaten-Fladens spezialisierten. Der Beruf des „Lebküchners“ entstand, und bald wurde ihnen die Ehre einer eigenen Zunft zuteil. 1643 erkannte der Rat der Stadt Nürnberg das Handwerk offiziell an. Heute prägen Lebkuchen das Bild von Nürnberg im In- und Ausland.

Wie die geschichtsträchtige Süßware zu ihrem Namen kam, darüber scheiden sich die Geister bis heute: Der tatsächliche Bezug zum Wort „Leben“ ist fraglich, die Herkunft vom lateinischen Begriff „libum“ für „Fladen“ weitaus wahrscheinlicher. Aber auch das germanische Wort „Laib“ wird unter den Etymologen als möglicher Ursprung diskutiert. Doch bei der langen Historie des Lebkuchens ist es mit einem Namen ohnehin nicht getan: Der Inbegriff des Weihnachtsgebäcks ist auch unter Pfeffer-, Gewürz-, oder Honigkuchen bekannt und geht mancherorts als Lebenskuchen, Labekuchen, Leckkuchen oder Magenbrot über den Ladentisch.

Die lange Tradition und den weltweiten Ruhm verdankt Nürnberg als Dreh- und Angelpunkt der Lebkuchenherstellung seinen historischen Standortbedingungen: Durch die verkehrsgünstige Lage der alten Reichsstadt zu den Handelsstraßen und durch die blühende Zeidlerzunft mit Imkereien in den um-liegenden Wäldern hatten fränkische Bäcker die Rohstoffe und Absatzmärkte praktisch direkt vor der Nase.

Über die Jahrhunderte hinweg erfreuten sich Schleckermäuler immer wieder an neuen Varianten: glasiert, schokoliert oder naturell, mit oder ohne Oblate, verfeinert mit den unterschiedlichsten Würzstoffen wie Zimt, Anis, Ingwer, Nelken, Kardamom und Koriander. Kurzum: Es gibt nicht DAS Rezept für den Lebkuchen – die Mischung macht‘s. Je nach Komposition der Grundzutaten wie Honig, orientalische Gewürze, Mandeln, Nüsse, Ölsamen und Mehl variierte der Geschmack vom Mittelalter bis heute zum Teil ganz erheblich. Doch bei aller Vielfalt können sich Liebhaber des traditionsreichen Gebäcks sicher sein: Wo Nürnberg draufsteht, ist auch Nürnberger Qualität drin. Seit 1996 tragen die Lebkuchen europaweit das Siegel „geschützte geografische Angabe“.

Mehr über die Original Nürnberger Lebkuchen unter:  
www.lebkuchen.nuernberg.de

MESSEN & VERANSTALTUNGEN

… in München

 
PRODUCTRONICA

15. – 18.11.2011

Weltleitmesse für innovative Elektronikfertigung
www.productronica.com

 

HEIM + HANDWERK
30.11. – 4.12.2011

Verbrauchermesse rund um die Themen Bauen, Einrichten, Wohnen
www.heim-handwerk.de

 

FOOD & LIFE
30.11. – 4.12.2011

Hochwertige und traditionell handwerklich erzeugte Spezialitäten aus ganz Europa
www.food-life.de

 

 

… in Nürnberg


SPS-IPC-DRIVES
22. – 24.11.2011

Internationale Fachmesse & Kongress für elektrische Automatisierung, Systeme & Komponenten

www.mesago.de/de/SPS

 

 

… in Augsburg

 

AKADEMIKA
22. - 24.11.2011

Jobmesse
www.akademika.de/augsburg.html

 

... von und mit Invest in Bavaria

 

INVEST IN BAVARIA AUF DER MEDICA 2011
16.11.2011 – 19.11.2011 in Düsseldorf

Herr Andreas Reichelt | Tel.: +49 89 24210-7518

healthcare(at)invest-in-bavaria.de