BUSINESS BAVARIA Ausgabe 9 | 2011
Top Themen dieser Ausgabe
Die Münchener Gewerbeimmobilienmesse EXPO REAL auch im 14. Jahr auf Erfolgskurs
Gabriele Weishäupl, Fremdenverkehrsdirektorin der Stadt München
Neues aus dem Freistaat | Solarfabrik der Zukunft - Smart Grid City | Tropenfrüchte aus Oberfranken
Schwerpunkt EXPO REAL | Hotels liegen im Trend
Lange führten Hotels auf dem Gewerbeimmobilienmarkt nur ein Nischendasein. Auf der EXPO REAL steht das Thema in diesem Jahr ganz weit oben auf der Agenda.
Bavaria in your briefcase | Zurück zu den Wurzeln
"Oide Wiesn" wird fester Bestandteil des Münchener Oktoberfests
Immobilien als Investment
Die Münchner Gewerbeimmobilienmesse EXPO REAL auch im 14. Jahr auf Erfolgskurs
Europas größte Messe für Gewerbeimmobilien präsentiert in diesem Jahr Neuheiten, Projekte und Unternehmen der Branche auf einer Gesamtfläche von rund 64.000 Quadratmetern. Claudia Boymanns, Projektleiterin EXPO REAL (der Neuen Messe München), blickt zufrieden auf das 14. Jahr: „Die Aussteller melden sich auch wieder mit größeren Ständen an“, freut sich Boymanns. Zudem nehme die Beteiligung von Unternehmen an sogenannten Gemeinschaftsständen zu.
Inhaltlich spiegelt sich im umfangreichen Konferenzprogramm mit seinen mehr als 100 Veranstaltungen das große Bedürfnis vieler Entscheider wider, die FinanzierungsundInvestitionsstrategien im Immobiliengeschäft ausführlich zu diskutieren. Die EXPOREAL werde die Entwicklungen im globalen Wirtschafts- und Bankensystem intensivthematisieren, kündigt Eugen Egetenmeir, Geschäftsführer der Messe München, an. Dabei soll es auch um konkrete Optionen für nachhaltiges Wirtschaften gehen. Die EXPO REAL will den Blick der Marktteilnehmer nach vorne lenken und den Austauschüber zukunftsfähige Geschäftsmodelle und Strategien intensivieren.
Die Immobilie als nachhaltige Geldanlage entdecken schon seit Jahren immer mehr Anleger. Seit 2010 bezeichnet sich die EXPO REAL offiziell als Fachmesse für Investitionen.„Damit werden wir dem Trend gerecht, dass Immobilien verstärkt im Investitionsumfeldgesehen werden“, erklärt Egetenmeir.
In Bayern finden Investoren und Projektentwickler attraktive Objekte und Immobilien-Standorte. EXPO-Projektleiterin Claudia Boymanns erklärt die Nachfrage nach bayerischenImmobilien mit der „gut diversifizierten Wirtschaft“ im Freistaat. So könne sich Bayern über ausgezeichnete Prognosen auf dem Arbeitsmarkt und ein stabiles Wirtschaftswachstum freuen. Das habe Auswirkungen auf die Immobilienpreise, nicht nur im Wohnimmobilienbereich sondern auch bei Büro- und Einzelhandelsimmobilien. „Die zusätzliche Schwäche der Kapitalmärkte fördert Investitionen in Immobilien“, so Boymanns. Neuerdings setzt sich der Boom im Hotelgewerbe fort (siehe Artikel indieser Ausgabe „Hotels liegen im Trend").
Wie sich Städte heute im weltweiten Wettbewerb positionieren müssen, um einewertvolle Marke zu werden oder zu bleiben, wird die Messe im „City Future Dialogue“diskutieren. Dabei gehe es um die Fragen nach dem richtigen City-Marketing, der erfolgreichenIdentitätsbildung für Kommunen und um Nachhaltigkeitsaspekte, die weitüber das Thema Ökologie hinausgehen. Beim Thema Green Building zeichnet sich laut Egetenmeireine Trendwende ab: Die bloße Zertifizierungverliere demnach an Bedeutung. „Stattdessen wächstdas Bewusstsein für wirtschaftliche Nachhaltigkeit:Ökologie und Ökonomie müssen zusammen betrachtet werden."
Fünf Minuten mit ... Gabriele Weishäupl, Fremdenverkehrsdirektorin der Stadt München
Gabriele Weishäupl ist die Tourismuschefin der Landeshauptstadt. In dieser Position ist sie auch verantwortlich für die Durchführung des Münchner Oktoberfestes. Heuer organisiert sie die „Wiesn“ zum 26. und letzten Mal.
Liebe Frau Weishäupl, zu Ihren Aufgaben gehört die Pflege der weltweit äußerst erfolgreichen Marke „München“. Welche Rolle spielt hier das Oktoberfest?
Das „Fest der Feste“ prägte das Image der weißblauen Metropole unverkennbar. Das
Oktoberfest ist durch seinen weltweiten Bekanntheitsgrad ein touristischer Magnet und Exportartikel par excellence. Eine Umfrage über Akzeptanz und Bekanntheit deutscher Begriffe im Ausland, die im Auftrag der Deutschen Zentrale für Tourismus weltweit durchgeführt wurde, ergab, dass 91 Prozent der Befragten den Begriff „Oktoberfest“ kannten. Der Werbewert der Wiesn für München ist zwar nicht messbar, doch der Ruf, den München durch das Oktoberfest national und international genießt, schlägt sich in den Besucherzahlen nieder.
Nicht zuletzt dank dieses einmaligen Volksfestes gehört München zu den führenden Tourismus-Metropolen Deutschlands. Das Oktoberfest ist damit im internationalen Markt eine nahezu unbezahlbare Marke, von der auch das Image der Stadt München in hohem Maße profitiert.
Längst ist die Wiesn ein Wirtschaftsfaktor für München: Wie viel Umsatz generiert die Wiesn eigentlich insgesamt?
Der Wirtschaftswert des Oktoberfests beträgt rund eine Milliarde Euro. Unseren Umfragen und Berechnungen zufolge geben die rund 6,4 Millionen Festbesucher in den 16 Tagen insgesamt etwa 390 Millionen Euro auf dem Oktoberfest direkt aus. Das sind durchschnittlich 61 Euro pro Person. Auswärtige Besucher lassen für Verpflegung, Einkäufe, Taxifahrten oder die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel weitere rund 250 Millionen Euro in der Stadt. Allein für Übernachtungen geben die auswärtigen Festgäste nochmals insgesamt rund 356 Millionen Euro aus.
Beim Oktoberfest denkt man zuerst an Brauereien. Welche Branchen stecken noch dahinter?
Welche Branchen sind nicht auf der Wiesn vertreten? Man kann sagen, das Oktoberfest spiegelt fast die gesamte bayerische Wirtschaft wider – von Hightech bis zur Landwirtschaft, vom Baugewerbe bis zur Gastronomie, vom Handwerk bis zur Telekommunikation, von der Energiewirtschaft bis zu den Medien. Die Wiesn ist eine Stadt in der Stadt mit eigener Infrastruktur und bis zu 12.000 Beschäftigten.
Was muss man unbedingt auf der Wiesn gemacht haben?
Eine Wiesn-Brotzeit essen, Karussell fahren, ein Lebkuchenherzen kaufen, einen Wiesn-Hit singen und ein „Gspusi“ (Anm. d. Red.: Bayerisch für „Liebelei“, „Flirt“) küssen.
Und was nicht?
Einen Verstoß gegen die Oktoberfest-Verordnung und die Betriebsvorschriften für das Oktoberfest 2011 (Anm. d. Red.: 60 Seiten).
Neues aus Bayern | Solarfabrik der Zukunft | Tropenfrüchte aus Oberfranken
Solarfabrik der Zukunft – Smart Grid City
„Smart Grid“ – ein Begriff, der in nicht allzu ferner Zukunft vielleicht genauso geläufig sein wird wie heute das Wort „Smartphone“. Die Energieversorgung ist zweifelsohne eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. Und mit „Smart Grid“ soll künftig die Versorgung flexibel, effizient und umweltfreundlich gestaltet werden.
Das Leuchtturmprojekt „Solarfabrik der Zukunft – Smart Grid City“ wurde vom Energie Campus Nürnberg konzipiert und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie unterstützt. Das Konzept sieht vor, eine Kommune in Oberfranken auszuwählen und zu einem innovativen Modellobjekt auszubauen. So sollen Abläufe und Wirkungsweisen eines auf Solarenergie basierenden Energiekreislaufs in der Praxis getestet werden – um sie später für ganz Bayern optimieren zu können. Dabei geht es nicht nur um die pure Stromerzeugung, sondern auch um die Speicherung von Strom aus der Photovoltaik: Wie kann bei unregelmäßiger Sonneneinstrahlung die Energie am besten gespeichert werden? Und wie kann Energie dezentral gespeichert und über das Internet kontrollierbar gemacht werden? „Mit dem Modellversuch wird in der Region eine zukunftsweisende Infrastruktur aufgebaut, die es den Forschern ermöglicht, ihre Ergebnisse im Bereich solare Stromerzeugung, intelligente Stromverteilung und -speicherung im praktischen Betrieb zu testen“, freut sich Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil. Die lokale Wirtschaft und die Bevölkerung werden also erheblich von diesem Projekt profitieren. Schon bald wird unter den Bewerbern ein Ort ausgewählt. „Smart Grid City“ wird mit rund sieben Millionen Euro aus Mitteln der Zukunftsinitiative „Aufbruch Bayern“ unterstützt.
Tropenfrüchte aus Oberfranken
Seit dem Mittelalter produziert Familie Heinz im oberfränkischen Tettau Produkte aus Glas. Heute ist man auf die Herstellung von Luxus-Flakons für edle Düfte spezialisiert. Da passt es gut, wenn es künftig im Umfeld der Fabrik nach tropischen Früchten riecht. Auf 3.500 Quadratmetern lässt Carl-August Heinz mit Unterstützung des Freistaat Bayern und der Europäischen Union unter dem Namen „Klein-Eden“ ein Gewächshaus errichten, das allein durch die Abwärme seiner Glasfabrik beheizt wird. In feuchtwarmen Klima sollen Mango, Papaya und Bananen so gut gedeihen wie in tropischen Plantagen. Wie in der freien Natur versorgen exotische Fische die Wurzeln mit den nötigen Nährstoffen. Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel hat sich Anfang August beim Spatenstich ein Bild von dem Umwelt- und Energieeffizienzprojekt gemacht. Hessel freut sich über das ökonomische Potenzial des umweltfreundlichen Tropenhauses: „Das Projekt ist ein innovativer Beitrag für Klimaschutz und Energieeffizienz und stärkt den ländlichen Raum. Es zeigt, welche Möglichkeiten energieintensive Unternehmen haben, Abwärme sinnvoll und wirtschaftlich zu nutzen. Zudem hat es die Chance, sich zu einer herausragenden touristischen Attraktion mit überregionaler Bedeutung zu entwickeln.“ Klein-Eden, dessen Baubeginn im August gefeiert wurde, weckt auch wissenschaftliches Interesse. Die Universität Bayreuth begleitet das Anbauprojekt als Forschungskooperationspartner.
Schwerpunkt EXPO REAL | Hotels liegen im Trend
Lange führten Hotels auf dem Gewerbeimmobilienmarkt nur ein Nischendasein. Auf der EXPO REAL steht das Thema in diesem Jahr ganz weit oben auf der Agenda. Die Branche boomt – und Bayern ist mittendrin.
Bauschilder, Neueröffnungen, Werbekampagnen – die Hotelbranche expandiert in Bayern unübersehbar. Investoren, Projektentwickler und Fondsgesellschaften haben das Hotelgewerbe wieder verstärkt für sich entdeckt. Auch auf der EXPO REAL steht die Branche in diesem Jahr im Fokus des Interesses: „Die Hotellerie gehört zu den Wachstumssegmenten, dadurch ergeben sich für Investoren und Anteilseigner neue Perspektiven“, sagt Claudia Boymanns, Projektleiterin der EXPO REAL. Neben dem „Hospitality Industry Dialogue“ in dem es in hochrangig besetzten Foren unter anderem um Kreditrisiken, asiatische Hotelketten in Europa und den Trend zum Green Building geht, präsentieren sich zahlreiche namhafte Vertreter der internationalen Hotellerie der Fachwelt.
Ursache für das große Interesse an Hotelgebäuden ist laut EXPO-Chefin Boymanns unter anderem die aktuelle Ausdifferenzierung der Hotelangebote mit zielgenauen Konzepten von Hostels und Low-Budget-Hotels über Design-Hotelketten bis zu Luxus-Resorts. Hinzu kommt, dass sich die einst von regionalen Ketten dominierten Märktein Asien, den arabischen Ländern und auch Europa internationalisieren. „Es ist einewachsende Expansionsbereitschaft der Hotellerie festzustellen und damit einhergehenddie zunehmende Durchdringung der internationalen Märkte“, so Boymanns.
Bayern ist für die Hotelbranche ein besonders attraktiver Standort. Mit über 28 Millionen Gästen und rund 77 Millionen Übernachtungen konnte der Freistaat im Jahr 2010 erneut seine Stellung als beliebte Reisedestination unter Beweis stellen.
Eine besonders komfortable Situation finden Betreiber in der Landeshauptstadt: „München ist ein superstarker Standort in Europa“, sagt Markus Beike, Geschäftsführervon Christie & Co., einem Spezialisten für Hoteltransaktionen. Warum? In München gibt es eine große Nachfrage durch Geschäftsreisende und auch durch Touristen. Anders als in anderen Metropolen können die Zimmer sieben Tage in der Woche vermietet werden. „Deswegen ist es für Hotelketten so wichtig, in München präsent zu sein“, berichtet Beike.
Für die Zukunft sieht Beike noch Wachstumspotenzialin der Branche. Die 50 größten Hotelgesellschaften auf dem deutschen Markt steigerten den Umsatz im vergangenen Jahr um 13,5 Prozent auf insgesamt 6,81Milliarden Euro. Die meisten von ihnen sind zuversichtlich, die Erlöse auch im laufenden Geschäftsjahr zu erhöhen. Dabei weisen neue Ketten im unteren Preissegment durchweg hohe zweistellige Zuwachsraten aus.
Accor ist mit 815 Millionen Euro die umsatzstärkste Hotelgruppe auf dem deutschen Markt. Der deutsche Ableger der französischen Unternehmensgruppe hat seinen Deutschlandsitz in der bayerischen Landeshauptstadt. Ebenso wie Motel One, das wachstumsstärkste Hotelunternehmen des Landes. Die Low-Budget-Designhotelkette wurde von dem Münchner Dieter Müller gegründet und zur Erfolgsmarke ausgebaut: Im vergangenen Jahr konnte Motel One seinen Umsatz laut Allgemeiner Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ) um 60 Prozent, die Zahl seiner Hotelbetriebevon 26 auf 31 steigern. Bis Ende 2011 sollen acht Neueröffnungen folgen – unter anderem in München.
Trotz der in naher Zukunft anstehenden Neueröffnungen einiger Häuser wirbt die Europäische Metropolregion München e.V. (EMM) auf der EXPO REAL für mehr Hotelimmobilien. „Zum Teil ist die Nachfrage aus dem internationalen Tourismusgeschäft größer als das bestehende Hotelangebot“, berichtet Anja Wilde, Geschäftsführerinder EMM. Laut Wilde zeigen Standortanalysen, dass es in der Metropolregion München noch deutlich mehr Bedarf an Viersternehotels gibt, ebenso wie an Markenhotels, die auf Wellness und Tagungen spezialisiert sind. Die EMM wird auf der EXPO zwei aktuelle Projekte vorstellen: In Ingolstadt soll mit 50.000 Quadratmeter im Rahmen der Altstadtentwicklung ein Kongresszentrum mit Hotelauf einem ehemaligen Fabrikgelände entstehen. In Bad Tölz wartet ein 10.000 Quadratmeter Grundstück „mit herrlichem Ausblick auf die Berge auf eine touristische Erschließung“, so Wilde.
Hotels und Freizeitimmobilien sind in diesem Jahr auch am Stand der Europäischen Metropolregion Nürnberg ein Schwerpunktthema. Neben dem Projekt „Golfpark Fürth“, in dem Gewerbe, Wohnungen und Freizeit aufinnovative Weise verzahnt werden sollen, ist in der Nürnberger Altstadt ein neues Viersternehotel in Premiumlage geplant. Präsentiert werden auch Grundstücke in der Region Altmühlfranken,die sich nach Meinung der Metropolregion „hervorragend für eine touristische Nutzung, als Hotelstandort“ eignen.
Die Erfolgsaussichten der Investoren und Projektentwickler sind in Bayern sehr gut, meint Maria Pütz-Willems, Chefredakteurin des Onlinefachmagazins www.hospitalityInside.com. Die Reiselust der Menschen werde weltweit weiter zunehmen: Durch Low-Budget-Airlines und neue Märkte. Parallel setzt sich auch in derGeschäftswelt der Trend zur Globalisierung fort. Eine Alternative zum persönlichenMeeting gebe es oft nicht: „Entscheidende Verhandlungen werden noch immer direkt geführt“, sagt Pütz-Willems. Onlinekonferenzen oder Videotelefonie werden das Wachstum der Hotellerie kaum mindern: „Man will dem Geschäftspartner direkt in die Augen sehen.“
Bavaria in your briefcase | Zurück zu den Wurzeln
„Oide Wiesn“ wird fester Bestandteil des Münchner Oktoberfestes
Ursprünglich sollte die „Historische Wiesn“ nur anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Oktoberfestes im Jahr 2010 stattfinden. Doch da die nostalgische Atmosphäre mit historischer Ausstattung und bayerischer Volksmusik rund eine halbe Million Besucher anzog und begeisterte, hat der Münchner Stadtrat beschlossen: Die „Oide Wiesn“, wie sie die Münchner liebevoll nennen, wird fester Bestandteil des Oktoberfestes.
Das Gelände am Südende der Theresienwiese entführt die Wiesnbesucher auf eine Zeitreise zu den Anfängen des Volksfestes. Etwas abseits der lautstarken Hightech- Fahrgeschäfte kann hier in entspannter Atmosphäre gefeiert werden. Damit der nostalgische Charme der Oiden Wiesn erhalten bleibt, dürfen Schiffschaukeln, Kettenkarusselle, Rundfahrgeschäfte so wie Wurf- und Schießbuden älter als 40 Jahre sein. Auch dieses Jahr werden wieder historische Exponate wie Konzertorgeln und Zugmaschinen ausgestellt. In den beiden im historischen Stil gestalteten Festzelten „Tradition“ und „Zur Schönheitskönigin“ geht es ruhiger und traditioneller zu.
Peter Reichert ist der Wirt des Wiesnzelts „Zur Schönheitskönigin“. Fragt man ihn nach dem Flair der Oiden Wiesn, so schwärmt er von der „Atmosphäre wie vor 60 Jahren. Die Oide Wiesn ist lustig, münchnerisch, beschaulich, fetzig, griabig, familiär, bunt, bayerisch, humorvoll, kulturell. Alt und Jung kommen hier zusammen und feiern gemeinsam mit traditioneller Musik und jungen Musikanten, die neue Wege in der bayerischen Musik gehen.“ Reichert rät jedem Wiesnbesucher, das Volksfest bereits vormittags zu besuchen: Der „Frühschoppen“ und die „Mittagswiesn“ sind für ihn die kulturellen Höhepunkte, wenn Kapellen Couplets, Tanzmusik, Gstanzl und Musik in allen bayerischen Richtungen auf die Bühne bringen. Als „Frühschoppen“ bezeichnen die Bayern übrigens das vormittägliche Frühstück aus Weißwürsten mit süßem Senf, Brezen und Bier.
Auch kulinarische Bräuche kommen auf der Oiden Wiesn nicht zu kurz. Jede Menge Buden mit Fleischspezialitäten, süßem Naschwerk, Getränken und bayerischer Feinkost laden die Besucher zum Schlemmen und Genießen ein. Im Festzelt „Zur Schönheitskönigin“ kann das Leibgericht König Ludwigs II. probiert werden: Das „Hechtenkraut“ wird hier nach dem Originalrezept des königlichen Hofkoches Theodor Hierneis serviert. Und wie steht es mit dem Bier? Auch hier bleibt die Oide Wiesn ihrem Motto treu: Ausgeschenkt wird der Gerstensaft in altbayerischer Tradition nur aus Holzfässern. Serviert bekommt man das Getränk in sogenannten „Keferlohern“. Die ersten einhundert Jahre tranken die Gäste des Oktoberfestes aus den grauen, salzglasierten Steinkrügen, bis sie um die Jahrhundertwende schrittweise durch Glaskrüge ersetzt wurden. Mit einem Bierpreis von 8,95 Euro pro Mass liegen die beiden Festzelte auf der Oiden Wiesn übrigens unter dem Durchschnittspreis der Wiesn.
www.oktoberfest.de
Messen und Veranstaltungen
… in München
EXPO REAL
Internationale Fachmesse für Gewerbeimmobilien
und Investitionen.
4.10.2011 – 6.10.2011
www.exporeal.net/de
Oils + Fats
Internationale Fachmesse für die Herstellung und
Weiterverarbeitung von Ölen und Fetten aus nachwachsenden
Rohstoffen.
5.10.2011 – 7.10.2011
www.oils-and-fats.com/de
Inter Airport Europe
Internationale Fachmesse für Flughafenausrüstung,
Technologie & Service.
11.10.2011 – 14.10.2011
www.interairport.com/europe/deutsch
… in Nürnberg
Powtech
Internationale Fachmesse für Mechanische
Verfahrenstechnik und Analytik.
11.10.2011 – 13.10.2011
www.powtech.de/de
TechnoPharm
Internationale Fachmesse für Life Science
Prozesstechnologien.
11.10.2011 – 13.10.2011
www.technopharm.de/de
… in Augsburg
interlift 2011Internationale Fachmesse für Aufzüge,Komponenten und Zubehör.18.10.2011 – 21.10.2011
www.interlift.de
... von und mit Invest in Bavaria
Industriegipfel „Assises de l‘industrie“, Konferenz von L’Usine Nouvelle in Paris
19.10.2011, 9.00 - 19.00 Uhr
Für weitere Informationen:
Frau Dr. Patricia Callies
Tel.:+49 89 2162-2744
patricia.callies(at)invest-in-bavaria.de
Business-Konferenz „Business-Chancen für tschechische Unternehmen“ in Pilsen /Tschechien
am 5.10.2011, 17.00 – 19.30 Uhr
Für weitere Informationen:
Herr Maciej Czauderna
Tel.: +49 89 24210-7519

