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Energietechnik
Energietechnik ist eine der Schlüsseltechnologien der Zukunft. Die Herausforderung besteht in der effizienten, kostengünstigen und Ressourcen schonenden Gewinnung von Energie – eine Grundvoraussetzung für nahezu alle Industrie- und Dienstleistungsbranchen.
Standort Bayern
Bei der Herstellung von Anlagen für die Elektrizitätserzeugung und -verteilung gehört Bayern zu den bedeutendsten Know-how-Zentren auf nationaler und internationaler Ebene. In diesem Sektor dominiert in Bayern die Herstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen. Den zweiten großen Teilbereich bildet die Produktion von Elektromotoren, Generatoren und Transformatoren. Bayerische Unternehmen produzieren außerdem Bestandteile von Stromerzeugungsanlagen wie Dampfkessel, Turbinen, Motoren, Pumpen und Kompressoren.
Weltweit erfolgt der größte Teil der Stromerzeugung mit konventioneller Kraftwerkstechnik und Kernenergie. Bedeutende Kraftwerkshersteller sind in Bayern vor allem Siemens Power Generation, MTU Aero Engines, Alstom Power Energy, Areva NP, Linde sowie Kraftanlagen München. Darüber hinaus besteht noch eine umfangreiche Zulieferindustrie.
Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien in Bayern
Der Einsatz erneuerbarer Energien zur Stromerzeugung ist in Bayern, insbesondere mit der Nutzung der Wasserkraft, traditionell sehr ausgeprägt. Neben der Wasserkraft werden zunehmend Biomasse, Photovoltaik, Wind und verstärkt auch Geothermie zur Stromerzeugung genutzt.
Auch wegen der relativ hohen Sonnenscheindauer und -intensität ist der bayerische Markt für Photovoltaik im bundesdeutschen Vergleich besonders entwickelt. Bayern produziert bereits heute rund die Hälfte des in Deutschland erzeugten Solarstroms (Photovoltaik). Bayerische Unternehmen engagieren sich auf allen Stufen der Wertschöpfungskette vom Kristallziehen über die Wafer-, Zellen- und Modulfertigung bis hin zu kompletten Anlagen. Die in Bayern niedergelassenen Hersteller von Solarsilizium und Solarzellen gehören zur Weltspitze.
Ihren Sitz oder eine Niederlassung in Bayern haben wichtige Solarzellen-, Wafer- oder Solarsilizium-Produzenten wie die Applied Materials GmbH & Co. KG, AVANCIS GmbH & Co. KG, CENTROSOLAR Group AG, Konarka Technologies GmbH, SCHOTT Solar Wafer GmbH, SolarTec International AG und Wacker Chemie AG.
Branchenumfeld
Der Absatzmarkt für Stromerzeugungstechnik reicht vom einzelnen Nutzer kleinerer Anlagen etwa im Bereich erneuerbarer Energien bis hin zu klassischen Großkraftwerksbetreibern. Investoren bieten sich deshalb eine Vielzahl von Kooperationsmöglichkeiten.
Die gemeinsame Forschungsinitiative Kraftwerke des 21. Jahrhunderts der beiden Länder Baden-Württemberg und Bayern, liefert einen wesentlichen Beitrag dafür, dass Kernkraftwerke künftig effizienter, kostengünstiger und umweltfreundlicher werden; insbesondere auch weniger Kohelndioxid ausstoßen. Das Forschungsprogramm ist stark auf Schlüsseltechnologien für eine Technologieführereschaft bei umweltfreundlichen Kraftwerken fokussiert; insgesamt engagieren sich 23 Forschgruppen mit 11 Industriepartnern an 50 Projekten.
Mit dem Bayerischen Energie-Forum verfügt Bayern über eine attraktive Informations- und Kooperationsdrehscheibe, insbesondere auf den Gebieten der rationellen Energienutzung, der erneuerbaren Energien sowie neuer Energietechnologien. Das Energie-Forum schafft Transparenz bezüglich laufender Entwicklungen und Innovationsprozesse und stärkt das bestehende Informations- und Beratungsangebot. Mit themenspezifischen Kooperations-Plattformen für Experten und Anwender ist es Initiator für zahlreiche Neuentwicklungen und Innovationen.
Forschungs-, Ausbildungsumfeld
An renommierten bayerischen Universitäten werden zukunftsorientierte Akzente auf Gebieten wie
- Energiesysteme und rationelle Energienutzung,
- regenerative Energieträger,
- Verbrennungstechnik und Brennstoffzellen und
- Kernenergie
gesetzt. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die Universität Bayreuth, die Universität Würzburg, die Technische Universität München sowie weitere bayerische Universitäten und Hochschulen verfügen über energietechnische Ausbildungs- und Forschungskapazitäten.
Zahlreiche außeruniversitäre Institute und Einrichtungen sind ihre Partner in Forschung und Entwicklung. Hiezu gehören:
- ATZ Entwicklungszentrum in Sulzbach-Rosenberg,
- Bayerisches Zentrum für angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern) in Würzburg, Garching/München und Erlangen,
- Centrales Agrar-Rohstoff-Marketing- und Entwicklungsnetzwerk e.V. (C.A.R.M.E.N.) in Straubing,
- Forschungsinstitut für Wärmeschutz (FIW) in Gräfelfing,
- Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE e.V.) in München,
- Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) mit Institutsteil in Holzkirchen,
- Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM, Institutsteil München,
- Institute for Safety and Reliability (Isar) GmbH in Garching,
- Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching.
Qualifizierte Arbeitskräfte für Energietechnik
Die bayerischen Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Institute bieten exzellente Aus- und Fortbildungsbildungsmöglichkeiten im Bereich Energietechnik und verwandten Disziplinen – etwa bei Maschinenbau, Elektrotechnik, Physik und Mathematik.
Daneben werden im Rahmen der beruflichen Aus- und Weiterbildung qualifizierte Fachkräfte in den einschlägigen Fachrichtungen ausgebildet.
Standorte
Hersteller von Stromerzeugungstechnik in den Teilbereichen Konventionelle Kraftwerkstechnik, Kernenergie und Photovoltaik haben sich vor allem in München, Erlangen, Nürnberg, Würzburg, Alzenau und Burghausen angesiedelt.
Informationsmaterial
In der Firmendatenbank „Key Technologies in Bayern“ finden Sie Informationen zu in Bayern tätigen Energietechnik-Unternehmen.



