Umwelttechnologie
Die Umwelttechnologie spielt eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung einer langfristig tragfähigen Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Sie ist die intelligente Antwort auf den steigenden Verbrauch der nur begrenzt vorhandenen natürlichen Ressourcen. Ziel der Umwelttechnologie ist die Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bei gleichzeitigem Erhalt der natürlichen Ressourcen und Schonung der Umwelt. Die hochdynamische Technologie trägt dazu bei, Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch zu entkoppeln und die Lebensqualität nachhaltig zu steigern.
In Bayern finden sich von der Energietechnik über die Abfallwirtschaft bis zur Bodensanierung und von der Wasseraufbereitung über Luftreinhaltung bis zur Umweltmedizin landesweit kompetente Partner in Wissenschaft und Wirtschaft. Wesentliche Säule ist dabei der Umweltpakt Bayern.
Im Forschungsbereich verfügt Bayern über hervorragende Kompetenz in der gesamten Breite der Umwelttechnik:
- in traditionellen Feldern wie regenerativen Energien, Kraft-Wärmekopplung, Brennstoffzellen-Technologie und Verfahren zur Luft-, Wasser- und Bodenreinhaltung
- in spezialisierten Bereichen wie Wärmedämmung und Wärmetransport, moderne Formen der Landnutzung, Nachhaltigkeit durch innovative Materialien sowie Szenariotechnik
Die bayerischen Forschungsverbünde
Bayern fördert zahlreiche Forschungsverbünde. Dort findet ein Austausch zwischen Unternehmen, Instituten, Hochschulen und weiteren Einrichtungen mit Umweltausrichtung statt.
Einige dieser Netzwerke sind:
- KW 21 II - Forschungsinitiative Kraftwerke des 21. Jahrhunderts
- BayFORETA - Bayerischer Forschungsverbund „Energieeffiziente Technologien und Anwendung“
Unternehmen und Forschungseinrichtungen des Umweltbereiches kooperieren in einer Vielzahl regionaler, zum Teil spezialisierter Netzwerke, die insbesondere rund um die Wirtschaftskammern und -verbände organisiert sind - zum Beispiel im KUMAS e.V (Kompetenzzentrum Umwelt Augsburg-Schwaben) oder im Netzwerk Umweltkompetenz Nordbayern (UKON). Die Internetplattform BAIKUM setzt sich für die Stärkung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit und der Exportfähigkeit bayerischer Umwelttechnologie ein.
Übergeordnet und integrierend wurde im Rahmen der Allianz Bayern Innovativ im Jahr 2006 die Geschäftsstelle des Umweltclusters Bayern mit Hauptsitz in Augsburg eingerichtet. Getragen von einem Verein der bayerischen Wirtschaftskammern und unterstützt durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie hat der Cluster Umwelttechnologie die Aufgabe, die regionalen und sektoralen Initiativen zu bündeln.
Zentrale Zielstellung des Umweltclusters Bayern ist es, die Innovationstätigkeit und Internationalisierung der Branche aktiv zu fördern und damit den Wirtschaftsstandort Bayern nachhaltig zu stärken und als weltweit führendes Zentrum für umwelttechnisches Know–how zu etablieren. Damit einher gehen die Sicherung vorhandener und die Schaffung zusätzlicher hoch qualifizierter Arbeitsplätze im Bereich der Umweltwirtschaft in Bayern.
Fachmessen für Umwelt und Entsorgung, wie die IFAT ENTSORGA München, die Analytica, die geofora und zahlreiche Kongresse und Symposien, präsentieren die neuesten Errungenschaften in den Bereichen Umwelttechnologie und Umweltschutz.
Bayerische Regionen verfügen über eine gebündelte Kompetenz auf den Feldern der Wirtschaft und der Wissenschaft.
Augsburg/Schwaben
Die Region beherbergt in der Umwelttechnik tätige Unternehmen und leistet einen wichtigen Beitrag in Sachen Umwelttechnologie in Bayern. Aus diesem Grund ist auch die Geschäftsstelle des Umweltclusters Bayern dort angesiedelt. Das Kompetenzzentrum Umwelt Augsburg-Schwaben KUMAS e.V., das Bayerische Institut für Angewandte Umweltforschung und -technik, das Landesamt für Umweltschutz sowie das Umwelttechnologische Gründerzentrum runden das Angebot ab.
München/Oberbayern
Weitere Schwerpunkte der bayerischen Umwelttechnologie sind München und Oberbayern mit einer hohen Forschungskompetenz. Durch Projektvernetzungen und Aktionen wie ÖKOPROFIT (ÖKOlogisches PROjekt Für Integrierte UmweltTechnik) wird die Einführung von ökologisch effizienten Technologien in den Unternehmen der Region unterstützt und die Zusammenarbeit zwischen Anbietern und Nutzern von Umwelttechnologien gefördert.
Nürnberg/Mittelfranken
Mittelfranken gehört zu den führenden deutschen Anbieterregionen in der Umwelttechnik. Die mittelfränkischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen kooperieren in einer Vielfalt von Netzwerken und Einrichtungen, wie Umweltkompetenz Nordbayern (UKON), dem Technologie- und Innovationsnetz Mittelfranken (tim), dem Anwenderclub Umwelt, COUP 21, den Nürnberger Netzen, dem EBA-Zentrum, Solid, dem etz Nürnberg und der Interessengemeinschaft Hochschulen Region Nürnberg (igh).
Straubing/Niederbayern
Das Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing bilden die drei Säulen Wissenschaftszentrum Straubing, Technologie- und Förderzentrum (TFZ) und C.A.R.M.E.N. e.V. Dort werden sowohl grundlagenorientierte als auch angewandte Forschung betrieben ebenso wie konkrete Projekte gefördert und Beraterleistungen erbracht. Die Unternehmen im benachbarten Industriegebiet Straubing-Sand gewährleisten die Umsetzung der Ergebnisse im Markt. Gerade für junge Unternehmen bietet der BioCubator entscheidende Vorteile.
In der Firmendatenbank „Key Technologies in Bayern“ finden Sie Informationen zu in Bayern tätigen Unternehmen aus dem Bereich der Umwelttechnologie.