Dalia Abu Samra-Rohte, Vereinigte Arabische Emirate
Bayern hat seit Mitte der neunziger Jahre ein weltweites Netz von Auslandsrepräsentanzen aufgebaut. In ihren Büros von San Francisco bis Tokio werben Experten unter dem Motto „Invest in Bavaria“ für den Wirtschaftsstandort Bayern. Die über 20 Frauen und Männer vermitteln Kontakte in ihre ferne zweite Heimat, stehen aber auch bayerischen Unternehmen als deutschsprachige Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung.
Ihr Lieblingsort in Bayern?
Der Englische Garten in München.
Eine bayerische Figur, die Sie besonders verehren?
Daisy.
Welches Argument zieht immer, wenn Sie einen ausländischen Unternehmer für eine Investition in Bayern gewinnen möchten?
Bayern ist traditionsbewusst, Technologieführer und verfügt über effiziente, gut ausgebildete Arbeitskräfte.
Gibt es Ihrer Ansicht nach eine besondere bayerische Mentalität?
Selbstbewusstsein.
Welches Bild haben Ihre Kunden von Bayern?
Oktoberfest, BMW, Shopping auf der Maximilianstrasse.
Ihre Ratschläge: Was sollte ein ausländischer Investor unbedingt vermeiden, wenn er in Bayern ist?
Ein Schalke- oder Wolfsburg-T-Shirt, beziehungsweise Schal tragen.
Was sollte er auf jeden Fall tun?
Zum Oktoberfest Lederhosen anziehen.
Welche Besonderheiten wiederum erwarten bayerische Unternehmer in Ihrem Land?
In den VAE muss mit einem langen Markteintritt, bei dem zunächst der Aufbau von persönlichen Kontakten im Vordergrund steht, gerechnet werden. Ist der persönliche Kontakt erstmals etabliert, ist das Verhältnis sehr ergiebig. Zu beachten ist, dass der VAE-Markt ein starker Preismarkt ist. Obwohl bayerische Qualität einen guten Ruf genießt, ist der Preis oft ausschlaggebend für den Erfolg einer Ausschreibung.
Kennen Sie einen bayerischen Fluch?
Kruzifix und Hollastauern.
Wissen Sie, was ein Schneiztiache und ein Fuizpantoffe sind?
Ein Taschentuch und ein Hausschuh? Oder ist eine Schneiztasche eher ein Süßgebäck?
Fragebogen: Ulrike Heidenreich / Süddeutsche Zeitung

