Daten und Fakten

Bayern zählt zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Europas. Der Freistaat genießt als Hochtechnologie- und Dienstleistungsstandort weltweit einen ausgezeichneten Ruf. Bei nahezu allen gesamtwirtschaftlichen Eckdaten werden sowohl im nationalen als auch im europäischen Vergleich Spitzenwerte erreicht.

In der EU (27) belegt Bayern mit seiner Wirtschaftskraft Rang 8 nach Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden und Polen.


Die Wirtschaftsleistung je Einwohner von 34.397 Euro liegt erheblich über dem deutschen 29.406 Euro und europäischen Durchschnitt (EU 27: 25.100 Euro). Auch das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen übertrifft mit 64.650 Euro den Wert für Deutschland 59.784 Euro deutlich.


Der Anteil des stark hochtechnologieorientierten Produzierenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung beläuft sich auf 30 %. Der Tertiäre Sektor, also Handel, Verkehr, Kreditinstitute und Versicherungen, sonstige Dienstleistungen, Staat und private Haushalte, leistet einen Gesamtbeitrag von 69 %. Nur noch 1,0 % entfällt auf die Land- und Forstwirtschaft.
Bayerns Industrie ist mit einer Exportquote von 50,5 % überdurchschnittlich stark auslandsorientiert. Zugleich stehen Einfuhren in Höhe von über 124 Mrd. Euro für die Aufnahmefähigkeit der bayerischen Märkte.


Die bayerischen Ausfuhren stiegen jahrelang kontinuierlich an, 2008 noch auf den neuen Rekordwert von knapp 155,7 Mrd. Euro. 2009  beliefen sich die Ausfuhren auf rund 110 Milliarden Euro. Unter Bayerns Exportmärkten belegen Österreich, USA, Italien, Frankreich, Großbritannien und China die ersten Plätze.


Fast die Hälfte (49,1 %) der Menschen im Freistaat ist erwerbstätig In Deutschland sind es nur 46,2 %. In Bayern gibt es auch deutlich mehr Selbständige (12,2 %) als im deutschen Durchschnitt (10,9 %). Seit Jahren hat Bayern neben Baden-Württemberg die niedrigste Arbeitslosigkeit in Deutschland. Die Arbeitslosenquote belief sich 2009 auf 4,8 % (bezogen auf alle Erwerbspersonen) verglichen mit 8,1 % im Bundesdurchschnitt.


Die Beschäftigungsaussichten für Jugendliche sind in kaum einem anderen deutschen Land günstiger als in Bayern. Die Jugendarbeitslosigkeit lag 2009 bei 4,6 % (bezogen auf die abhängigen Erwerbspersonen) verglichen mit 10,3 % in Deutschland.


Die ökonomische Attraktivität Bayerns wird nicht zuletzt in einer starken Zuwanderung sichtbar. In den letzten zehn Jahren sind allein aus den anderen deutschen Ländern 431.248 Menschen zugezogen.